Aktuell
VILLA GLOBAL - im Labyrinth der Kulturen
(30. August 2003 bis 28. Dezember 2004)
VILLA GLOBAL widmet sich Menschen unterschiedlicher Herkunft, die hier in Berlin mit- und nebeneinander leben. Wir verführen unsere Besucher, fremde Türen zu öffnen und sich umzusehen in den vielen Zimmern unserer VILLA.
Markante Alltagsobjekte, kulturhistorische Exponate und Bild- und Tondokumente geben Auskunft über vertraute und fremde Lebenswelten. Wer sich hineinwagt ins Labyrinth der Kulturen, kann verblüffende Entdeckungen machen.
VILLA GLOBAL ist nach "revier im visier" der zweite Teil des Kulturprojekts "exCHANGE - Museum gegen Fremdenfeindlichkeit". Es wurde gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Programms entimon und
dem Quartiersmanagement Schöneberg-Nord.
Öffnungszeiten:
Mittwoch und Donnerstag 15-18 Uhr, Samstag und Sonntag 14- 18 Uhr
Für Schulklassen und Gruppen nach Anmeldung: Montag bis Donnerstag 9-13 Uhr
Führungen immer sonntags um 15 Uhr.
Wunderkammern - Wunderkisten
Hinter dem wunderlichen Titel verbirgt sich die Dauerausstellung des Jugend Museums im Schöneberg Museum. Sie ist keineswegs nur für junge Leute gedacht.
Die Ausstellung nimmt die alte Idee der Schatzkammern auf, der Kunst- und Raritätenkabinette. Auch unsere Sammlung vereinigt Kostbares, Wundersames und Alltägliches. In 54 gelben Transportkisten sind Fundstücke aus den verschiedensten Bereichen der Stadt- und Kulturgeschichte arrangiert, vom germanischen Opferrind bis zur Barbie. Da macht sich das Museum selbst zum Thema - es geht um das Sammeln und Bewahren, das Entdecken und Forschen, das Spurenlesen und Ausstellen.
Und ganz en passant geben die WUNDERKISTEN auch interessante Einblicke in die Regionalgeschichte.
Die Ausstellung wurde mit dem KroschkePreis Kinderkultur 1999 ausgezeichnet.
Unsere pädagogischen Angebote zu den WUNDERKAMMERN.
Öffnungszeiten: Mittwoch und Donnerstag 15-18 Uhr, Samstag und Sonntag 14- 18 Uhr
Nur für Schulklassen nach Anmeldung: Montag bis Donnerstag 9-13 Uhr
Eintritt frei
Bisherige Ausstellungen
Das Schöneberg Museum hat in den letzten Jahren zahlreiche Wechselausstellungen zur Lokalgeschichte veranstaltet. Drei sollen hier vorgestellt werden.
Künstlerviertel Friedenau 1996
Aus Anlass der 125-Jahr-Feier von Friedenau zeigte das Schöneberg Museum eine kulturhistorische Ausstellung über das Künstlerviertel Friedenau. Die ehemalige Landhauskolonie vor den Toren Berlins hat seit ihrer Gründung 1871 eine große Anziehungskraft auf Maler und Musiker, Schauspieler und Literaten ausgeübt. Hier lebten und arbeiteten Karl Schmidt-Rotluff und Hannah Höch, Ferrucio Busoni und Max Bruch, Rainer Maria Rilke, Erich Kästner, Kurt Tucholsky, Max Frisch, Günter Grass, Uwe Johnson.
Begleitend zur Ausstellung und als Anregung für eigene Erkundungsspaziergänge erschien die Broschüre "Das andere Friedenau - 125 Jahre Kunst-, Literatur- und Baugeschichte" von Christel und Heinz Blumensath.
EXPERIMENT STADT.
Schöneberg bei Berlin 1898 bis 1920.
Zum 100jährigen Stadtjubiläum 1998 veranstaltete das Schöneberg Museum einen wahren Ausstellungsmarathon - in den Museumsräumen und draußen, im Quartier.
22 Jahre hat sie existiert, die Stadt Schöneberg, von der Verleihung der Stadtrechte 1898 bis zur Eingemeindung nach Groß-Berlin 1920. Die Ausstellung EXPERIMENT STADT widmete sich dieser kurzen, aber stürmischen Phase kommunaler Selbständigkeit.
Begleitend zur Ausstellung wurde eine interaktive Stadtgeschichte entwickelt, die im Schöneberg Museum auf CD erhältlich ist.
Im Vorfeld von EXPERIMENT STADT präsentierten wir unter dem Titel "Blickfänge in Schöneberg" Lokalgeschichte vor Ort - an drei Stadtplätzen und in zwei Cafés.
Parallel dazu gab es Hörrundgänge, denn: "Wer hört, sieht mehr!"
Ergänzt wurde unser Jubiläums-Programm durch spezielle Angebote für Kinder und Jugendliche, wie den Jugendwettbewerb "Meine Stadt - was ich liebe, was ich hasse".
Entschädigt?
Eine Ausstellung zu "Zwangsarbeit in Tempelhof und Schöneberg 1938-1945"
2002
Mehr als 120 Zwangsarbeiterlager lassen sich für Tempelhof und Schöneberg nachweisen. In zahlreichen Firmen, Betrieben und auch privaten Haushalten wurden in der NS-Zeit Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter eingesetzt. Sie kamen z.B. aus der Ukraine, aus Polen oder aus der Tschechoslovakai. Viele waren noch Kinder und Jugendliche, als sie aus ihren Heimatländern verschleppt wurden.
Die Ausstellung war Teil eines Gemeinschaftsprojekts des Arbeitskreises Berliner Regionalmuseen (ABR) und zeigte die bisherigen Forschungsergebnisse für den Bezirk.
Die historischen Arbeitsmaterialien stehen auch heute noch für interessierte Gruppen und Einzelbesucher im Archiv zur Verfügung.
Begleitend zum Gesamtprojekt hat der ABR das Buch "Zwangsarbeit in Berlin 1938 - 1945" herausgebracht.